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Stories & Erfahrungsberichte

OEMplus klärt auf: Land Rover Discovery

Der Land Rover Discovery ist ein Geländewagen des britischen Herstellers Land Rover. Das 1989 vorgestellte Fahrzeug wurde unterhalb des luxuriösen Range Rovers positioniert. Im Zuge der Modellentwicklungen wurde der Discovery unter anderem mit ABS, ESP, Airbags, Automatikgetriebe, Luftfedern hinten sowie verschiedenen elektronischen Fahrhilfen ausgestattet. Der Discovery wurde somit ein Premiumprodukt innerhalb der Land Rover Produktfamilien.
Der Land Rover Discovery 4 ist das wohl am derzeit stärksten nachgefragteste Discovery Modell und wurde von 2009 bis 2017 produziert.
Der im September 2009 erschienene Land Rover Discovery 4 stellt eigentlich nicht die vierte Generation der Serie dar, wird aber von Jaguar Land Rover (JLR)  offiziell so bezeichnet. Der Discovery 4 ist eher eine modifizierte Version des seit 2004 produzierten Modells Discovery 3.
Vor allem optisch wurde der Discovery stärker an den größeren Range Rover angeglichen und erhielt auch etliche technische Verbesserungen.
Für den Discovery 4 gibt es primär Dieselmotoren, einen 140 kW (190 PS) starken 2,7-Liter-Sechszylinder-Common-Rail-Diesel (TDV6), der schon aus dem Vorgänger bekannt ist, sowie einen 3,0-Liter-V6 mit 180 kW (245 PS). Letzterer ist eine Neuentwicklung in Zusammenarbeit von PSA und Jaguar.
Das 2,7-Liter Aggregat von Ford wurde 2010 durch eine leistungsreduzierte Version des 3,0-Liter mit 155 kW (211 PS) ersetzt. In einigen Ländern, wie z. B. in der Schweiz, Polen, Schweden, Amerika, Australien und Russland, ein 5,0-Liter-V8-Benziner mit 276 kW (375 PS) angeboten. In der gepanzerten Version wird ausschließlich der Benziner verwendet.
Seit Ende 2010 ist der Discovery 4 als 256 PS starker SDV6 erhältlich, der den TDV6 mit 245 PS ersetzt. Seither ist bei den Dieselmotorisierungen die 8-Gang-Automatik von ZF serienmäßig. Durch die kleineren Schaltstufen reduziert das Automatikgetriebe den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen und ist am neuen, aus dem Jaguar XF bekannten, Automatik-Drehregler erkennbar (auch „Drive-Selector“ genannt).
Mit dem auf der IAA 2013 vorgestellten Facelift erhält auch der als V6 angebotene Benziner eine 8-Stufen-Automatik.
In Österreich existieren zwei als LKW bezeichnete Varianten mit hinter der ersten oder zweiten Reihe angebrachtem Schutzgitter. Damit lässt sich eine Einstufung als LKW (2-Sitzer) oder Befreiung der NoVA (4-Sitzer) erreichen.
 

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Umbauten

Land Rover Discovery 4: Umbau – Teil 1

Endlich war es soweit! Überglücklich und voller stolz präsentierte ich meiner Frau die Idee unseren treuen, roten Land Rover Freelander 2 gegen einen 3 jährigen Land Rover Discovery 4 zu tauschen.
 

Land Rover Freelander 2 zu Ostern im Schnee
Land Rover Freelander 2 zu Ostern im Schnee

 
Die Begeisterung hielt sich  in Grenzen. Ich wurde auf den Boden der Tatsache zurück geholt: „Bonzenkarre“, „Diplomatenauto“, „zu gross“, „zu teuer“ und „es ist nicht rot“ waren die Antworten.
Als wir dennoch an einem Sonntag Nachmittag bei unserem Garagisten in Chur vorbei fuhren, bei dem wir schon den Freelander gekauft hatten, war die Ernüchterung noch grösser. „Der Defender sieht aber schöner aus“, entgegnete es mir – die Heritage Edition ist gemeint gewesen. Mit „schönen runden Lichtern!“ Als ob mich das interessiert hätte! Natürlich entgegnete ich mit allerlei (Halb-)Fachwissen, dass der Defender kein Automatikgetriebe hat, die Motorlampe selten nicht leuchtet, das Dach undicht ist, man maximal 130 km/h fahren kann und sich dann anbrüllen muss, um etwas zu verstehen, usw. Bei einem Land Rover Discovery ist das natürlich nicht so! (Denkste!)
Eine Probefahrt eine Woche später sollte es richten, sofern der Discovery noch zu haben ist, denn es gab schliesslich noch andere Interessenten. Bei der Probefahrt wurde ich ein zweites mal auf den Boden der Tatsachen zurück geholt:
Ich: „Merkst Du die Luftfederung und das 8-Gang-Automatikgetriebe?“
Sie: „Nein.“
In Gedanken: „Na schönen Dank auch!“
Immerhin klappte das Einparkieren, die Schaltwippen machten natürlich was sie wollten, alles nicht so wie beim Freelander. Dennoch, nach ewigen Versprechungen, 100 Tagen Hausarbeit und Tränen, kauften wir den schwarzen Land Rover Discovery 4 SDV6. „Yes!“ Der Abschied vom kleinen roten Freelander ist schon schwer gewesen, aber ein neues Kapitel öffnete sich.
Es heisst Abschied nehmen vom kleinen, roten Freelander
Es heisst Abschied nehmen vom kleinen, roten Freelander

 
Wie ich mir das immer so denke, will einen nackten Disco so niemand recht fahren. An diesem Punkt waren meine Frau und ich uns natürlich einig, dass wir mit dem grösseren Auto, mit der Untersetzung mehr ins Gelände gehen und die Langstreckentauglichkeit auskosten wollen! Gesagt, getan! – Denkste!
 
Der neue Land Rover Discovery - Front
Der neue Land Rover Discovery – Front

 
Heckansicht des Discos
Heckansicht des Discos

 
Seitenansicht
Seitenansicht

 
Nach den ersten 100km - noch sauber ;)
Nach den ersten 100km – noch sauber 😉

 

Beim Strassenverkehrsamt mit dem Land Rover Discovery 4

Mein erster Besuch beim Strassenverkehrsamt Zürich. Katastrophe! Die Kollegen wären mir am Liebsten an den Hals gesprungen. Entweder macht in der Schweiz jeder, was er will – würde ich Willkür nennen – oder es liegt an mir (ich rede mit leichtem hochdeutschen Akzent).
Das erste Zubehörteil ist somit der Prospeed Dachträger geworden. Mit dem man in Frankfurt / Main sogar in die Parkhäuser mit einer Höhe von unter 2.10m reinkommen.

Discovery mit Prospeed Dachträger im Parkhaus
Discovery mit Prospeed Dachträger im Parkhaus

 
Jetzt fragt sich bestimmt jeder, was auf solch einen Träger kommt? Natürlich ein Dachzelt. In diesem Fall das Family 160 von Autocamp. Es hat uns persönlich durch die natürlichen Farben am Besten gefallen und es bietet genug Privatsphäre und Platz. In Verbindung mit der Prospeed Heckleiter zum Heraufsteigen eine sehr gute Kombination.
 
Der Discovery mit frisch montiertem Autocamp Dachzelt
Der Discovery mit frisch montiertem Autocamp Dachzelt

 
So langsam macht sich der Disco auf dem Parkplatz bemerkbar
So langsam macht sich der Disco auf dem Parkplatz bemerkbar

 
Auf dem Campingplatz in Zernez. Das Vorzeit ist sehr praktisch.
Auf dem Campingplatz in Zernez. Das Vorzeit ist sehr praktisch.

 
Auf der Suche nach kundigem Fachpersonal, bin ich über Umwege bei Tom von Storm72 gelandet. Die Chemie stimmte, auch wenn er VW Amarok fährt (*hust*), und so testeten wir mal das Eintragen von Felgen und Pneu für den Discovery aus. Die schwarzen Compomotive Felgen in 18 Zoll sind schon etwas Besonderes! Der Discovery 4 benötigt i.d.R. 19 Zoll Felgen, aufgrund der Grösse der Bremsscheiben. Nur eine Handvoll Hersteller bieten 18“ Felgen für den Discovery 4 an! Zusammen mit den Cooper Discover STT Pneu macht der biedere Discovery schon etwas her. Die Lampenschutzgitter sind bereits von Land Rover selbst als Zubehör eingetragen, auch wenn da der eine oder andere Prüfer meint, etwas zu mäkeln, gerne auf JLR direkt verweisen!
 
Originale Lampenschutzgitter müssen nicht extra eingetragen werden (vorne, wie hinten)
Originale Lampenschutzgitter müssen nicht extra eingetragen werden (vorne, wie hinten)

 
 

Das nächste Land Rover Discovery Projekt: Schnorchel

Wieder einmal auf dem Boden der Tatsache angelangt, entpuppt sich die originale Luftansaugung als Feuchtbiotop. Das ist ja fast wie beim Defender, dachte ich. Zum Glück wusste ich bereits über den Sinn und Unsinn von Schnorcheln Bescheid, wir brauchen für unsere Vorhaben definitiv einen! Von daher gab es keine andere Wahl. Aus stilistischen Gründen entschieden wir uns gegen die originale höhengelegte Luftansausgung. Zudem kann auf dem Originalzubehör kein Zyklonfilter angebracht werden, der für trockene Gebiete und im Winter sehr zu empfehlen ist!
Wer meint, er könne am Discovery den Schnorchel selbst anbringen, der benötigt wirklich gutes Werkzeug. Die A-Säule überraschte jeden Land Rover Fahrer in Festigkeit und Durchhaltevermögen. Nichts mit dem dünnen „Blech“ wir am Defender! Zwei Diamantbohrer für vier Löcher zur Safari Schnorchel Befestigung! Das ist eine saubere Leistung. Zum Glück tropft es dort nicht! Als Running Gag wurden Nüsse in den Radkästen gefunden – Notration für schlechte Zeiten. In den Kreisen der Eingeweihten werde ich gerne auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Von daher: Nussschnaps gibt es dann immer bei mir, um schnell vom Thema abzulenken 😉
Auch die Prüfung des Schnorchels, wie mir in Zürich weissgemacht wurde, verlief andernorts ganz entspannt. Kein Abgasgutachten, Vorbeifahr-Lautstärkegutachten oder eine Leistungssteigerungsgutachten notwendig. Splitterschutzgutachten – nein danke. Der Disco hat bereits einen Schnorchel eingetragen, hiess es, auch wenn vom Importeur ein DTC Gutachten mitgeliefert wird. Passt also! Puh, das wäre erstmal vollbracht!
Ein DTC Gutachten gibt es im Übrigen von Casty Offroad in Trin. Das ist der Importeur für Safari Snorkel in der Schweiz.

Safari Schnorchel mit Zyklonfilter
Safari Schnorchel mit Zyklonfilter (Quelle: Thomas Strahm)

Safari Schnorchel mit originalem Lufteinlass
Safari Schnorchel mit originalem Lufteinlass (Quelle: Thomas Strahm)