Quelle: https://images.cdn.autocar.co.uk/sites/autocar.co.uk/files/images/car-reviews/first-drives/legacy/ares_defender.jpg

Hightech im neuen Land Rover Defender

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Share on LinkedIn

Der neue Land Rover Defender, die neueste 4×4 Maschine von JLR wird mit noch mehr fortgeschrittener Offroad Technik ausgestattet sein, als die neueste Generation des Discoverys.

Der neue Defender, Land Rovers lang erwarteter Ersatz für die betagte und viel beklagte 67-jährige Ikone, die letztes Jahr endgültig aus der Produktion ging, wird die neuste Technik noch moderner nutzen, als die all-new Discovery Konzeption, die es endlich Anfang 2019 den Markt schafft.

Land Rover, die in den vergangenen 20 Jahren die konventionellen Antiblockier- und Traktionskontrollsysteme geschickt angepasst haben um, technische Hilfen, wie die Hill Descent Control (HDC) und das Terrain Response, für seine stark nachgefragten 4×4 Modelle zu etablieren, ist entschlossen den neuen Defender zum weltweit führenden Offroad-Fahrzeug zu machen. Zusätzlich zu den bekannten Systemen werden rechtzeitig zu Produktionsbeginn weitere elektronische Verbesserungen für das Fahrwerk bereitstehen.

<iframe width=“560″ height=“315″ src=“https://www.youtube.com/embed/dxgb1wf7kZk“ frameborder=“0″ allowfullscreen></iframe>

Der hoffentlich bald erscheinende Offroader, dessen umfangreiche Entwicklung im Grobstadium abgeschlossen ist, wird derzeit in Prototypenform an geheimen Orten auf der ganzen Welt getestet. Jaguar Land Rover CEO Ralf Speth erklärte bei der letzten Pariser Auto Show, dass der Defender ausgiebig getestet wird, was alles sehr vielversprechend aussieht, und dass das Styling, bis auf ein paar Details, „fantastisch“ ist.

Im Vergleich zu allen anderen neueren Land Rover-Modellen, die sich von Anfang an recht gut verkauft haben, hat JLR mit der Nachfolge für den neuen Land Rover Defender zu kämpfen. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum sich das Projekt mehrmals verzögert hat, weshalb die Produktion des auslaufenden Modells mindestens zweimal verlängert wurde und warum es eine dreijährige Lücke zwischen dem „Tod“ des alten Defenders und dem Start seines Nachfolgers gegeben hat.

Vor einigen Jahren nannten die Land Rover-Chefetage 2015 den idealen Starttermin für einen neuen Defender, der den dritten Teil der „Drei-Säulen“ -Modellstrategie des Unternehmens verkörpert. Das Management hat immer gesagt, dass die Zukunft des Unternehmens von den drei Fahrzeugfamilien abhängt, nämlich Defender, Discovery und Range Rover. Laut Branchenkennern ist die Verzögerung des Nachfolgemodells für eine rentable Produktion des neuen Defenders in Gefahr, da vom alten Defender, bevor die Produktion eingestellt wurde, nicht mehr als 20.000 Einheiten pro Jahr verkauft wurden. Die Idee, den Land Rover Defender ganz einzustellen, wurde zwar diskutiert, aber wieder verworfen.

 

Konzept: Land Rover Defender
Konzept: Land Rover Defender

 

Unter diesen Umständen ist das Unternehmen verständlicherweise zögerlich, Aussagen über das Produktionsniveau des neuen Defenders zu machen. Aber eines ist klar, 50.000-plus verkaufte Einheiten werden pro Jahr benötigt, um die nächsten Generationsmodelle erfolgreich zu machen. Dies ist ein klares Zeichen für die Designer von Land Rover, die die ‚toughness‘ im Design für die neuesten Discoverys zurücknahmen, um wiederum mehr Freiräume im Line-Up für die neue Defender-Familie zu haben. Speth bestätigte zudem in Paris, dass der neue Defender auf der Aluminiumarchitektur des Range Rover, Range Rover Sport und Discovery basieren würde, was bedeutet, dass er den All-Aluminium-Karosseriebau und die endgültigen Montageverfahren dieser Modelle teilen wird. Weiterhin verkündete Speth, dass die Struktur des Defenders „viele verschiedene Elemente“ benötigt, um die extreme Kraft und die Haltbarkeit zu liefern, die Kunden von Land Rover’s geländegängisten Offroader erwarten würden.

„Es war einer der traurigsten Momente meiner Karriere, die Produktion des alten Defenders zu beenden“, sagte Speth. „Also arbeiten wir sehr hart daran, ihm einen authentischen Nachfolger zu geben.“ Es ist klar, dass Land Rover den Marktreiz des Defenders ausbauen will, indem sowohl “zivilisierte“ als auch „hardcore“ Versionen des neuen Modells produziert werden sollen, um ihn als Allrounder Fahrzeug  darzustellen, welches der alte Defender nie wirklich war.

Der Geschäftsverlauf bleibt somit ein Rätsel, jedoch wissen die Land Rover-Chefs schon jetzt, dass sie den Defender brauchen und sagen, dass er sich zu einer eigenen Modellfamilie entwickeln wird. Es ist so gut wie sicher, dass sich der Land Rover Defender die beiden Radstände des Range Rover – 2922mm und 3120mm in Standard- und Langversion teilen wird – aber seine Überhänge sind wahrscheinlich kürzer, vor allem auf der Rückseite. Seine verbesserte Bodenfreiheit, Böschungs- und Rampenwinkel gibt ihm mehr Offroad-Agilität als jeder andere Land Rover.

Was wir derzeit über den neuen Land Rover Defender wissen

Die Gesamtlänge der verschiedenen Modelle ist wahrscheinlich um etwa 200 bis 300mm kürzer als die Range Rover Modelle nämlich 4.999mm und 5.199mm. Das macht den Defender kleiner und manövrierfähiger als seine grossen Geschwister. Es gibt noch keine Hinweise auf ein dreitüriges Modell, aber angesichts der wahrscheinlichen 4.7-4.8m Länge könnte es dennoch eine Kurzversion geben.

Die mögliche geringere Produktion und der niedrigen Preise des Defenders gegenüber seinen Aluminium-Geschwistern könnte bedeuten, dass er höchstwahrscheinlich in der neuen Anlage in der Slowakai von Land Rover gebaut wird, welche Ende letzten Jahres angekündigt wurde und die Herstellungskosten niedriger sind als in Großbritannien. Die Produktionskapazität in der slowakischen Anlage, die auch in der Lage sein wird, Aluminium-Modelle zu produzieren, wird vor dem Ende dieses Jahres mit einer „Anfangskapazität“ von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr beginnen. Die Kapazität liegt, laut Insidern, weit höher.

Die Produktionspläne können weiter fortschreiten, wenn der britische Ausstieg aus der EU („Brexit“)  zu weiteren Zollsanktionen für britische Fahrzeuge führt. Speth sagte, dass das erste Modell, welches in der Slowakei gebaut wird „something we know how to make already“ – vielleicht also der Jaguar F-Pace sein könnte.

Aluminium, Motoren und Preise

Die Bestätigung der Aluminiumkonstruktion für den neuen Defender gibt dem mechanischen Komponenten und Design viele Hinweise. Eine Längsfrontbefestigung für den Motor wird immer als wahrscheinlich angesehen, zusammen mit einem separaten Verteilergetriebe mit hohen und niedrigen Übersetzungen, aber bis jetzt sind die Vermutungen noch nie bestätigt worden. Die Aufhängung ist wahrscheinlich eine Version des Terrain-unabhängigen Setups des Discoverys / Range Rovers, mit Stahlfedern, wie sie in der Einsteiger-Versionen der neuen Discovery Modelle verwendet wird. Eine geringe Priorität wird die einstellbaren Fahrhöhe mit Luftfahrwerk für eingefleischte Defender Fahrer haben.

Der neue Defender wird wahrscheinlich mit Vierzylinder-Aggregaten der modularen Ingenium-Motoren-Reihe von JLR ausgestattet, die in der neuen und bereits vergrösserten Fabrik in der Nähe von Wolverhampton hergestellt werden. Aber während der alte Defender nur eine Motoroption – einen Diesel – hatte, herrscht weitgehend Ungewissheit über weitere zukünftige Aggregate. Die Ungewissheit fängt bei der Gesetzgebung in Europa an und beeinflusst die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen und deren Herstellungskosten massgeblich. Aufgrund der Vorliebe in den USA und Asien für Ottomotoren werden Benzin- und Dieselmotoren erwartet.

Ähnlich dem Discovery Sport  und Range Rover Evoque  könnte auch der neue Defender mit einer Auswahl an manuellen und automatischen Getrieben angeboten werden. Seit zwei Jahren gibt es kein einziges Wort über Preise und Optionen, aber Land Rover als Premiumhersteller ist bekannt, sich dafür auch entsprechend bezahlen zu lassen. Experten prognostizieren einen Startpreis von rund 40.000€ / CHF 43’500 für den Defender in der Basisversion; die meisten Modelle mit Optionen werden sicherlich um die 45.000€ / CHF 50’000 –plus kosten. Wer ein billigeres Modell als den Basis-Defender will, muss auf den gemunkelten „Baby“ Land Rover warten. Dieser wird aber in den nächsten drei Jahren nicht in Erscheinung treten.