Ladeanzeige Zusatzbatterie

Fast am Ziel: Fahrzeugelektronik, ohne sie geht nichts – Teil 4

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In diesem Teil der Entwicklungsgeschichte unseres Land Rover Discovery geht es primär um Fahrzeugelektronik. Den Start des Umbaus ist im ersten Teil zu finden.

Die Fahrzeugelektronik und ihre Tücken

Dass Fahrzeuge mit immer mehr Elektrik vollgestopft werden, ist ein offenes Geheimnis. Immer mehr elektronische Helfer unterstützen uns Fahrer. Genau das macht das Fahren angenehm, birgt aber auch Hindernisse und Hürden, die bei anderen „klassischen“ Fahrzeugen, die sonst im Offroad-Bereich umgebaut werden, nicht auftreten. Dies Fahrzeuge sind von der Fahrzeugelektronik aus, einfacher gehalten.

Jedem Offroader ist „IBS“ – Intelligent Battery System – ein Begriff. Das Hauptaugenmerk sollte auf dem Wort intelligent liegen, ist es aber nicht. Diese Technologie ist für den Stand der Fahrzeuge vor Discovery 3/4 ausgelegt und nicht für neuere Fahrzeuge. Mit dem Einbau einer zweiten Batterie und dem IBS fing im Fall von unserem Lord Vader der Spass erst an. Als ich meinem Vater (einem sehr versierten Schrauber) den Schaltplan zeigte, meinte er sofort, dass das nicht funktionieren kann und so kam es auch!

Ständig eine leere Batterie liessen auf einen unbekannten Verbraucher im Bordnetz vermuten. Der einzig neue Verbraucher ist die Seilwinde gewesen. Diese wurde abgeklemmt und immer noch ist die Batterie leer gewesen. Dass die Horntools Seilwinde durch ihre „intelligente“ Bauform des Anschlusses für die manuellen Steuerung ebenfalls einen Kriechstrom zuliess, ist kein schöner Fakt, aber Tatsache, der zu einem späteren Zeitpunkt optimiert wird.

Was ist also das Problem?

Neuere Fahrzeuge verfügen über ein so genanntes Batteriemanagementsystem (BMS), welches im Regelbetrieb (mit laufendem Motor) die Verbraucher kontrolliert und im Ruhezustand eine Ruhespannung von 0.5 A, auch für verschiedene Assistenzsystem (Regulierung Luftfahrwerk, Überwachung etc.), aufweist. Das IBS, welches in regelmässigen Abständen anfragt, ob genügen Spannung zwischen den Batterien vorhanden ist, tut dies auch bei ausgeschaltetem Motor. Dabei wird zudem das BMS und die gesamte Fahrzeugelektronik in Betrieb genommen. Somit sind alle Verbraucher, wie z.B. Steuergeräte, für 20 Minuten aktiv, bevor sie sich wieder abschalten. Das Ergebnis ist selbsterklärend: Im Standbetrieb, bei ausgeschaltetem Motor, liegt der Verbrauch über der Ruhespannung und da sich beide Batterien von der Spannung her ausgleichen, saugen sie sich gegenseitig leer. Vielen Dank IBS!

Probleme mit der Fahrzeugelektronik beheben

Der o.g. Vorgang beschränkt sich aber nicht nur auf die Fahrzeugelektronik des Land Rover Discovery sondern gilt stellvertretend für alle modernen Fahrzeuge mit BMS. Eine Abhilfe kann ein wirklich intelligenter Mechaniker mit einem Stromstossrelais schaffen, welches im Kreislauf des BMS eingebunden ist und mit ihm zusammen arbeitet. Nach ca. einem Jahr mit angeblichen Batterieproblemen, kaputter Batterie, etc. wurden wir bei bei OEMplus fündig und uns konnte endlich geholfen werden. Solche Stromstossrelais sind unabhängig der Fahrzeugmarke bei OEMplus erhältlich.

Im Fahrzeugelektronik-Bereich gehören ebenso Zusatzscheinwerfer. Konnte man früher noch den Geberstrom vom Fernlicht abzweigen, geht das bei neueren Fahrzeugen nicht mehr. Zusatzscheinwerfer müssen wie viele andere Änderungen auch programmiert und mit extra Kabelsätzen angeschlossen werden. Innerhalb des Windschilds unseres Prospeed Dachträgers wurde eine Lazer Lamp T24 verbaut. Angeschlossen mit einem extra entwickelten Kabelsatz von OEMplus wurde ein Taster in den Dachhimmel neben der Innenbeleuchtung installiert. Der Taster schaltet den Lichtbalken entweder zusammen mit dem Fernlicht oder konstant als Arbeitslicht.